153. Nachts im Bundestag

Politiker am Rande des Wahnsinns


Premiere: 2021

NACHTS IM BUNDESTAG
Politiker am Rande des Wahnsinns
Wir befinden uns in einer weit entfernten Zeit, kurz nach Corona. Zwei sogenannte Normalos besuchen den Bundestag. Eine Bürgerin und ein Bürger. Er wurde gestern als Pfleger noch als systemrelevant beklatscht, sie hatte es als alleinerziehende Mutter in der Hochzeit der Seuche auch nicht leicht. Und da werden sie Zeuge, wie im Bundestag die Lobbys sich bereits wieder wie Hyänen an die Politiker heranwanzen – denn irgendwer muss ja die Zeche am Ende zahlen – und das sollen gefälligst die sein, die schon bei allen anderen Finanz- und sonstigen Krisen haben bezahlen dürfen – die Normalos eben.

Spontan beschließen sie, den erstbesten Abgeordneten, den sie treffen, als Geisel zu nehmen und sich mit ihm in den Untiefen des Bundestages zu verschanzen.

Hinterbänkler Heinz Güdderath ist zunächst empört. Die Geiselnahme – was für eine Störung seiner so nett eingerichteten Komfortzone! Aber zunehmend findet er Gefallen an der neuen Rolle...

Da sitzen die Drei nun in einem überfüllten Materialraum des deutschen Parlaments und debattieren in einer bunten, witzigen und temporeichen Revue mit vielen Nummern und Songs über die Fragen: Wie verhält sich eine Selbsthilfe-Gruppe anonymer AfD-Wähler angesichts der Bedeutungslosigkeit ihrer Partei? Wie sieht eine Unterhaltung zwischen einem normalen Grippevirus und einem Corona-Erreger über die Vor- und Nachteile des deutschen Gesundheitssystems aus? Wie kann sich ein Fotomodell noch ohne schwere Gewissensbisse auf einem dieselsaufenden SUV lustvoll räkeln?

Im 30zigsten Jahr der Einheit lassen zwei Ossis und ein Wessi auch Revue passieren, welche Wünsche man damals hatte und stellt sich die Frage, ob Funklöcher in Brandenburg nicht auch eine Chance darstellen können.

Heiteres gesamtdeutsches Pointen-Event – mit allgemeiner Hingeh–Verpflichtung!


Buch: Martin Maier-Bode
Regie: Jens Neutag
Ausstattung: Britta Bremer
Choreografie: Larissa Puhlmann
Es spielen: Stefan Martin Müller, Nancy Spiller, Sebastian Wirnitzer
Es musizieren: Friedemann Matzeit, Guido Rascke

 

 

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