07.12.2020

Der Wahlbetrug


Lange vor dem 3. November erklärten die deutschen Medien Joseph A. Biden Junior einhellig zum Wahlsieger. Neben der putzigen Eigenschaft mit 78 noch der lütte zu sein, war dies ein untrügerisches Zeichen für Wahlbetrug.
Wie kann Herr Schnudelhuber von der Süddeutschen wissen, wie 155 Millionen Menschen wählen?
Dann kam der lang erwartete 3. November. Selbst um 5:00 Uhr morgens (Rosenheimer Zeit) waren die Stimmen noch nicht ausgezählt. Und die Vertreter der Fake News – allen voran Herr Schnudelhuber – erklärten bereits, einen gewissen Herrn Biden zum Wahlsieger. Dieweil in den USA noch völlige Ratlosigkeit herrschte. Ungewissheit im ganzen Land.
Nur nicht beim Präsidenten. Als er in einigen Bundesstaaten bei der Auszählung vorne lag, beruhigte er die brodelnden Gemüter und verkündete seinen Wahlsieg.
Eine wahrhaft staatsmännische Geste, mit der er die Wogen glättete. Der Adolf der Amerikaner bewies, dass seine Landsleute vor vier Jahren nicht alle völlig besoffen waren. Nur 58,9 Millionen. Nach der Legalisierung von Cannabis waren es am 3. November 2020 schon 74 Millionen.
Leider hatte er nicht damit gerechnet, dass die Demokraten mit Zahlen nicht umgehen können. Sie haben die im Wahllokal abgegebenen Stimmen einfach zu denen aus der Briefwahl addiert. Solches Vorgehen hatte der amtierende Präsident verboten. Hegte er doch schon immer ein Misstrauen gegenüber allen, die lesen und schreiben können. Die Auswertung geschah äußerst sorgfältig. Man hat die Stimmzettel nach Vor- und Nachnamen gesondert abgelegt. Dann wurden beide Haufen gezählt und siehe da – man kam auf 78 Millionen Stimmen.
Rudi Giuliani, bei dem man automatisch daran denkt, seine Knoblauchvorräte aufzustocken, hat dies im Schweiße seiner Perücke erklärt. Doch Herr Schnudelhuber und Kollegen blieben bei ihrer Aussage. Sie hassen es einfach, eine Meldung zurücknehmen zu müssen. Nun hat Dr. Jil Biden die schwere Aufgabe, ihrem eher etwas schlichten Ehemann nach 47 Jahren klarzumachen, dass er künftig das Oval Office betreten darf ohne anzuklopfen.
Nun hat der sitting President – verstehen Sie das bitte nicht falsch, noch sitzt er nicht, er sitzt noch im Amt – das absolute Recht, unpassende Wahlergebnisse überprüfen zu lassen. So geschah es in Georgia. Als er danach noch weniger Stimmen erhielt, befahl er seinen Anhängern in Georgia, künftige Wahlen zu boykottieren. Doch seine Partei Freunde machten ihm auf einer Golfrunde klar, dass dort noch eine wichtige Stichwahl zum Senat anstand. Bei einer Stimmenthaltung der Republikaner würde sich dies äußerst ungünstig auf die Sitzverteilung auswirken. Schließlich geht es um nichts geringeres, als die Stimmenmehrheit im Senat für die Republikaner zu bewahren. Nach einem hole in one, für das der Präsident diesmal nur vier Schläge benötigte, stimmte er dieser Überlegung zu.
Eine echte Challenge für Superman.
Einerseits sind Wahlen in Georgia immer pro-demokratisch gefälscht und daher von Republikanern zu meiden. Andererseits muss man jetzt dringend für die republikanischen Kandidaten stimmen. Andernfalls könnten ja die Demokraten regieren.
Zum Glück sind Trump-Wähler geistig nicht mehr zu verwirren.

Sollte die Farce in den USA weitergehen, und Donald Trump ab 20. Januar arbeitslos sein, gebe es noch folgende Möglichkeit. Als Besatzungsmacht und mit leichter Nachhilfe der noch vorhandenen US-Army könnte Trump sich in Deutschland einbürgern lassen, um zur Kanzlerkandidatur anzutreten. Dann wäre Schluss mit dem hirnlosen Herumgeeiere in Sachen Pandemie. Unser neuer Kanzler würde das Land endlich wieder öffnen und später mit dem Rest weiterregieren.


© Achim Krausz
www.spiegel-verkehrt.de

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