02.10.2020

Donald C Trump

 

Hier ist kein Platz für Schadenfreude.

Schließlich muss Trump schwere Verluste hinnehmen. Sein Aktienpaket am Hersteller von Hydroxychloroquin hat dramatisch an Wert verloren.
Der Herr hat es genommen. Corona hat es übersehen.
Es ist wie verhext.
Dabei hat der smarte Geschäftsmann doch schon – laut New York Times – 440 Millionen $ Schulden. Zum Glück finanziert ihn die Deutsche Bank, der kein Geschäft zu anrüchig ist.

Damit haben wir einen eleganten Übergang zu Andreas Scheuer.
Der Mann mit der Maut- und klauenseuche hätte aufgrund der Befragung beinahe seinen Flieger verpasst. Er musste zu einer Beerdigung. Nach Ansicht aller Politiker – außer CDU/CSU – könnte es sich um seine eigene handeln.
Wer im Untersuchungsausschuss die Wahrheit sagt?
Ich weiß es nicht.
Allerdings gilt bei bayerischen Politikern keine Unschuldsvermutung. Man muss sie der Wahrheit überführen!
Bei Licht gesehen ist es ein House of Cards. Und unser Frank Underwood aus dem niederbayerischen Unterholz sieht vor lauter Karrieredenken die Mautschwachstelle nicht: den Dominoeffekt.
Mit der Frohnatur Andy fallen Seehofer und Dobrindt. Jetzt merkt man erst, wie weitsichtig Markus Söder ist,seine Kanzlerkandidatur nicht anzumelden.
Wenn der Keller brennt, braucht man im Penthouse kein Feuerwerk mehr.
Dank Spiegel, Stern, Süddeutsche, Zeit etc. bleibt die SPD der große Sieger. Die Maut wurde nämlich im Parlament beschlossen, als die gesamte SPD gerade geistig austreten war.
Sie ist bekanntlich nicht in der Regierung sondern die stärkste Oppositionspartei – nach AfD und Grüne.
Mit medialer Unterstützung kann auch Kanzlerkandidat Olaf S., dessen Gesicht so leer ist wie der Bundeshaushalt, von seinen Problemen ablenken. Zum Glück kann der BuFiMin nicht in Zahlen denken. Denn 1,9 Milliarden € Wirecard und 40 Millionen entfallende Steuergelder für die Hamburger Bürger durch das Bankhaus Warburg sind keine Peanuts im Vergleich zu den 550 Millionen € Mautregress, welcher noch nicht einmal vor Gericht gelandet ist.

Zum Schluss noch eine Frage: Warum sollten Eventim und Kapsch, die sicherlich noch weitere Geschäfte mit der Regierung machen wollen, durch „alternative Fakten" ihre gerichtlichen Ansprüche und geschäftliche Zukunft aufs Spiel setzen?


© Achim Krausz
www.spiegel-verkehrt.de

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