10.03.2020

No. 97

Solche Männer hat das Land – Heute: Vier halbstarke Westfalen

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Annegret Kramp-Karrenbauer, das Bernd das Brot der Bundesregierung, hat wieder zugeschlagen. Nicht mal ihren eigenen Rücktritt bekommt die hin. Furchtbar. Dieter Hildebrandt hat ja mal gesagt: Über Annegret Kramp-Karrenbauer macht man keine Witze. Da lacht man sofort. Mit AKK endet die Ära der starken Frauen in der CDU. Angela Merkel ist auf Abschiedstournee und in Brüssel wurde Ursula von der Leine genommen. Wichtig wird nun die Frage: Wer gewinnt den Kampf um den Parteivorsitz? Wer wird nächstes Jahr Bundeskanzlerin?

Jetzt müssen es die Männer richten. Und da ist das männlichste Bundesland von allen gefragt: Nordrheinwestfalen. Alle vier mutmaßlichen Topkandidaten kommen aus NRW und es liest sich zunächst wie der Cast einer postfeministischen Komödie von Til Schweiger. Ohne Happy End. Der Lebemann Friedrich „the black rock“ Merz, der chronisch unbeliebte Jens, der gescheite gescheitelte gescheiterte Herr Röttgen und die lasche Aachener Vollblutprinte Armin wollen es noch einmal richtig krachen lassen in Berlin. Und das ganze Land muss zusehen. 

Männer haben seit jeher in der CDU einen schweren Stand, unter Angela Merkel hatte die CDU mehr Männer verloren, als die Bundeswehr in Afghanistan. Angeführt wird die Liga der unglaubwürdigen Gentleman von Friedrich Merz, Hoffnungsträger aller Wirtschaftsliberalen. Hoffnungsträger kann man kaum sein. Der Geldscheinriese aus dem Sauerland kommt in der deutschen Presselandschaft überraschend gut an, die Springerpresse bildet ihn in letzter Zeit auffällig sympathisch ab. Meist hat er gerade 10 Obdachlose einschläfern lassen, daher die gute Laune. Das fasst auch seine sozialpolitischen Kompetenzen ganz gut zusammen. 

Jens Spahn ist als jüngster Bewerber gerade ausgestiegen und nur noch Sidekick von Armin Laschet. Der wird sich die nächsten 30 Jahren sooft bewerben, bis die CDU irgendwann sagt: Ja gut, dann machs doch. Er hat im Gegensatz zur Fritzpiepe Merz gezeigt, dass er tatsächlich Regierungsverantwortung übernehmen kann. Und wenn er nicht gerade über Abtreibung spricht sogar mit einigem Sachverstand. Er meinte aber neulich selbstkritisch im Interview: "Bekannt bin ich jetzt, beliebt muss ich noch werden" 

Norbert Röttgen sucht noch verzweifelt eine Frau in der CDU. Er war der letzte deutsche Umweltminister, der nicht durch völlige Ahnungslosigkeit aufgefallen ist. Dafür kommt er aus einer Gegend, aus der noch nie Gewinnertypen kamen. Komisch, denn er kommt aus dem Siegerland. Außerdem ist Norbert Röttgen einfach unfassbar blass – aber gut, man soll ja keine Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihrer fehlenden Hautfarbe diskriminieren.

Bleibt noch der heimliche Favorit, Armin Laschet. Über Armin Laschet muss man wissen, der war schon ein Lauch, da hieß das Zeug noch Porree. Er wäre vermutlich die logische Fortsetzung der Merkelpolitik und fiel in letzter Zeit damit auf, sich als Erster über das Umweltsaulied zu empören. Von jungen Wählern hat man sich thematisch leider ganz verabschiedet. Ganz eindeutig – Armin Laschet versucht die Letztwähler anzusprechen. 

Neulich gab es übrigens eine interessante Studie: Grünenwählerinnen haben den höchsten CO2-Ausstoß, FDP-Wähler gehen am häufigsten fremd, die SPD-Wählerschaft gibt’s gar nicht mehr (Scherz) und jetzt kommts: wer CDU wählt, interessiert sich mit Abstand am wenigsten für Politik. In diesem Sinne wird der nächste Kanzlerkandidat der mit Sicherheit ein Volltreffer. 

 

Text: Henning Ruwe

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