Timo Doleys

Geboren bin ich in einer Gegend, die zu dieser Zeit den poetischen Namen „Zonenrandgebiet" trug, um genauer zu sein in der Universitätsstadt Göttingen. Als die Mauer fiel, fiel auch die Randlage weg und so suchte ich mir einen neuen Wohnort, diesmal in Randlage zu Belgien und Holland: Die Domstadt Köln. Dort wollte ich erst einmal etwas mit Hand und Fuß lernen und schrieb mich an der Uni für „Germanistik" ein. Da mir aber doch zu viele Kommilitonen nach dem Abschluss als Taxifahrer begegneten, fasste ich einen Entschluss: Ich lerne was Krisensicheres, ich werde Schauspieler. Das „Theater der Keller" riss sich um mich und so genoss ich dort meine Schauspielausbildung. Getreu dem Grundsatz: Wer im Keller startet, für den kann's eigentlich nur aufwärts gehen. Ich hatte meinen Kater von der Diplom-Übergabe kaum auskuriert, da gingen die Proben für mein erstes Engagement am „Rheinischen Landestheater Neuss" auch schon los. 5 Jahre und 25 Premieren sind es dann dort geworden, alles war dabei, vom Kinderstück bis Sophokles. Und nun bin ich an der DISTEL in Berlin, so ganz ohne Randlage.

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