15.04.2016

Satire – Yes, we can.

Was kann, was darf, was muss Satire.

Zunächst einmal, was ist überhaupt Satire:

Satire ist in der älteren Bedeutung des Begriffs eine Spottdichtung, die Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert.

Im heutigen Sprachgebrauch versteht man darunter aber meist einen künstlerisch gestalteten Prosatext, in dem Personen, Ereignisse oder Zustände verspottet oder angeprangert werden. (Quelle: Wikipedia)

Soweit, so gut.

Böhmermanns „Schmähgedicht“ auf Erdogan wird ein internationaler Skandal. Die türkische Regierung fordert vom deutschen Auswärtigen Amt die Strafverfolgung Böhmermanns; der türkische Präsident stellt einen persönlichen Strafantrag wegen Beleidigung. Die Kanzlerin proklamiert als Grundwert die Freiheit der Kunst und lässt ein Verfahren gegen Herrn Böhmermann zu.

Wir sind der Meinung, politische Satire soll den Blick schärfen, nicht trüben.

Leider wird politische Satire –und das nicht nur in Deutschland- von vielen Konsumenten satirischer Sendungen immer mehr zur Grundlage ihrer Beschäftigung mit Politik, sozusagen als einzige Informationsquelle.

Welche Verantwortung kommt da auf uns und die deutschen Politiker zu!

Noch einmal, „den Blick schärfen“ heißt, sich argumentativ auseinandersetzen, Parteien übergreifend, national und international. Wir lassen uns ausschließlich von unserem eigenen Geschmack vorschreiben, wie wir Satire sehen und halten es in diesem Punkt mit Kurt Tucholsky: Satire darf alles, nur nicht langweilen.

Astrid Brenk

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