Jens Bache


Geboren und aufgewachsen in Dippoldiswalde bei Dresden, terrorisierte er schon früh seine Familie und Nachbarn mit seinem Klavierspiel - am liebsten mit stundenlangen Fingerübungen und klassischen Etüden.

Nach der Mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in Fachrichtung CNC-Drehtechnik. Die damit einhergehende Fließbandarbeit in lauten und von Maschinenöl geschwängerten Hallen befriedigte ihn allerdings nur wenig. Er begann schon während der Ausbildung in freien Theatergruppen in Dresden zu spielen und wurde schließlich vom Intendanten der Staatsoperette Dresden entdeckt und in den Extra-Chor für die Produktionen "Jesus Christ Superstar" und "Der Bettelstudent" berufen. Jetzt hatte er (Theater-)Blut geleckt.

Seinen Gesellenbrief in der Tasche, spürte er die erdrückende Last der ehrlich arbeitenden Bevölkerung, der er nun nicht länger angehören wollte. Er holte stattdessen das Abitur nach und verweigerte den Kriegsdienst. Um der Verfolgung durch die Obrigkeit zu entgehen, floh er freiwillig ins russische Exil, um in einer Behindertenschule seinen Wehrersatzdienst zu leisten, den er trotz der zeitweise 40ºC unter Null – mit ausreichend Wodka – gut überstand.

Zurück in Deutschland schaffte er die Aufnahmeprüfung an der TheaterAkademie Sachsen. Und dann ging alles ganz schnell: Vom Praxissemester auf der Felsenbühne Rathen ging es ins Stammhaus der Landesbühnen Sachsen nach Radebeul; weitere Engagements führten ihn u.a. an die Städtische Bühne Lahnstein, das Stadttheater Bremerhaven, die Komödie Leipzig und zur "Müritz-Saga" – fechtend und zu Pferde in der Hauptrolle. Neben seinen schauspielerischen Fähigkeiten waren auch immer wieder seine musikalischen Qualitäten gefragt, z.B. als 1. Tenor bei "Comedian Harmonists" in Lahnstein oder bei diversen Bandprojekten.

10,5 Jahre nach Ende der Schauspielausbildung ist der mittlerweile zweifache stolze Familienvater nun an der DISTEL angekommen, um sich endlich dem politischen Kabarett zu widmen, für das er sich schon seit Langem interessiert. Herzlich willkommen, Jens!

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