Foyerausstellung

Für Sie, liebe Gäste, bei uns im Haus

Wenn Sie uns besuchen, erwartet Sie in unseren Räumlichkeiten eine Karikatur-Ausstellung. Also kommen Sie gern etwas früher, um ausreichend Zeit zu haben. Sonst gibt es auch in der Pause noch genügend Gelegenheit.

Kleines ABC der Karikatur – lesen Sie, was hinter dem Begriff und der Kunst steckt.

 
Aktuell zeigen wir Cartoons von Tetsche

Der Stern bezeichnet ihn als "Meister des gehobenen Blödsinns" – für das Magazin zeichnete er jede Woche, gute 40 Jahre lang. 2018 machte er einfach Schluss. Aber seine Fan-Gemeinde muss auf den Humoristen nicht verzichten – er zeichnet weiter. Und so freuen wir uns, ihn bei uns zeigen zu können. ... vergessen Sie nicht, in den Bildern nach den legendären Spiegeleiern und Pümpeln zu suchen ...

Tetsche veröffentlichte seinen ersten Cartoon im zarten Alter von 16 Jahren in der »Hör zu«. Nach der Schulzeit und einer Lehre als Schriftsetzer arbeitete er dann – während seiner Lehr- und Wanderjahre – als Pflastermaler in Amsterdam, als Layouter bei einer großen Tageszeitung in Köln, klapperte diverse kleine Agenturen ab und landete schließlich als Grafiker und Creative Director in einer großen Hamburger Werbeagentur.

Bis ihn die unbändige Lust überkam, sich als Cartoonist selbstständig zu machen. Erste Zeichnungen erschienen in »Pardon«, »Zeit«, »konkret« und »Hör zu«. Für den »stern« erfand er die Kultseite »Neues aus Kalau«, die dort 40 Jahre lang wöchentlich exklusiv erschienen ist und unzählige Fans nicht nur von den Cartoons, sondern auch von Kuhno van Oyten, dem Abgeschlossenen Roman, Bauernweisheiten, dem Pümpel, Spiegelei und Konsorten hat.

Tetsche hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u. a. zweimal die Silbermedaille des Art Directors Club Deutschland, bereits mehrmals den Publikumspreis des Deutschen Karikaturenpreises und den 1. Platz des Deutschen Cartoonpreises der Frankfurter Buchmesse 2017.

Seit 2012 ist Tetsche Pate der europäischen Initiative »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«. Er lebt hinterm Deich in der Nähe von Hamburg und arbeitet dort als freier Künstler, Cartoonist und Autor.

Foto: Schönebaum

Corona – nach dem ersten Lockdown hat Tetsche erfreut die Serie ENDLICH gezeichnet

Einige Cartoons aus der Reihe können wir Ihnen hier digital zeigen
 
 

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Wer hat bei uns bereits ausgestellt?

 

Dieter Adam
Michael Altmann
Heinz Behling
F.W. Bernstein
Frank-Norbert Beyer
Manfred Bofinger
Lutz Werner Brandt
Peter Dittrich
Arno Funke
Barbara Henniger
Helmut Jacek
Werner Klemke
Karl Koppe
Korn
Egon Kramer
Harald Kretschmar
Otto Kummert
Cleo-Petra Kurze
Frank Leuchte
Löschner
De Maizière
Helmut Merten
Willy Moese
Peter Muzeniek
Bernd Pohlenz
Gerhard Preuß
Erich Rauschenbach
Paul Rosiè
Heiko Sakurai
Herbert Sandberg

Manfred Schmidt
Erich Schmitt
Horst Schrade
Reiner Schwalme
Gerhard Seyfried
Klaus Stuttmann
Thom
Jürgen Tomicek
Klaus Vonderwerth
Walter Womacka
Edgar Harter (Streetart-Fotografien)

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Einige dieser Künstlerinnen und Künstler haben ebenso Plakate für die DISTEL entwickelt - so z.B. Manfred Bofinger, Arno Funke, Barbara Henniger, Werner Klemke, Cleo-Petra Kurze und Klaus Vonderwerth.
Hier geht es zur Galerie der DISTEL-Plakate.

 

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Kleines ABC der Karikatur 

Das Wort KARIKATUR hat seine Wurzeln im lateinischen carrus ‚Karren', also: Überladung, und im italienischen caricare ‚überladen', ‚übertreiben'. Die Entsprechung im Englischen ist caricature, aber auch cartoon. Der Cartoon wird bereits als ein eigenes Genre betrachtet, aber die Übergänge sind fließend.
Quelle: Wikipedia


 

Eine KARIKATUR ist bildliche Satire. Inhaltlich geht es um gesellschaftliche Missstände (also z.B. „alte Gewissheiten" zu irritieren), politische Fehlentwicklungen, Skandale und somit auch oft um politische Persönlichkeiten.

Die Karikatur nutzt prinzipiell die ähnlichen Mittel wie das Kabarett, um Komik und Ironie herzustellen:

Übertreibung
Dinge werden deutlich übertrieben, in einer Form die die Realität weit übertrifft. Und das sowohl im Inhalt als im Besonderen auch in der Zeichnung selbst (verzerrte Gesichtsmimik, übergroße/ nicht proportionale Körper(teile)).

Übertragung
Dinge werden aus einem Zusammenhang gerissen und in einen anderen Bereich übertragen. 

Überraschung
Die Betrachtenden sollten den Witz, der zum Beispiel in der Übertragung steckt, nicht schon kennen.